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Von der Idee zum Buch

Viele Autoren haben mittlerweile gebeichtet, dass sie alle die gleiche Vorstellung vom Schreiben hatten:

Erst ist da die Idee für eine Geschichte.
Man setzt diese Idee, so gut man kann um, und veröffentlicht das Ergebnis.
Buch fertig.

Mittlerweile ist das ein paar Jahre her. In dieser Zeit hatte ich viel mit Buchmenschen zu tun, mit Autoren, Lektoren, Verlegern. All den Menschen die wunderbare Bücher zaubern und sie haben mir das Geheimnis verraten:

So einfach ist das nicht.

Hinter einem guten Buch steckt noch viel mehr als eine Rohfassung.

Ich wünschte mir, das hätte ich früher gewusst und genau aus diesem Grund möchte ich euch an dem Teilhaben lassen, was ich in den letzten Jahren gelernt habe.

Heute gibt es eine grobe Übersicht, worum es in diesem Blog gehen soll. Ab nächster Woche soll es immer mittwochs einen neuen Artikel, mit eigenem Thema geben.

Alles beginnt mit dem Plot

Im besten Falle hast du eine Idee, die in deinen Fingern brennt. Ein Handlungsstrang oder auch nur ein Thema, über das du schreiben möchtest.

Alles beginnt mit Ideenfindung und Plot. Schon ab dieser Stelle gibt es verschiedene Wege ans Ziel zu gelangen.

Während die einen detailliert plotten, lassen die anderen die Geschichte auf sich zukommen. Mehr zu diesem Thema findest du in dem Artikel  “Die verschiedenen Arten zu plotten.

Dem Plot folgt, wenn alles gut läuft, die Rohfassung.

Es ist ein magischer Moment, wenn man die letzten Worte tippt.

Aber, keine Zeit zum Feiern. Hier beginnt die Arbeit erst einmal richtig. Denn während man für die Rohfassung einfach nur herunterschreibt, was man in diesem Moment sagen will sorgt erst die Überarbeitung dafür, dass es auch lesbar wird.

Ich überarbeite meine Geschichten gerne zwei mal, bevor ich sie meinen Testlesern zum Fraß vorwerfe.
Zu diesem Zeitpunkt ist die Geschichte immer noch sehr roh, aber sie können mir schon sagen, ob das Gesamtkonzept stimmt.

Ihr ahnt es sicher schon, bevor es jetzt zu meiner wunderbaren Lektorin geht überarbeite ich das ganze noch einmal. Ich nehme mir die Kommentare zur Herzen und arbeite ein, was ich für sinnvoll erachte.

Das Lektorat

Der Lektor prüft das Manuskript auf Herz und Nieren. Oder in diesem Fall auf Stimmigkeit und Formulierung. Er weißt darauf hin, wenn sich Wörter wiederholen, die Figuren plötzlich andere Augenfarben haben oder eigentlich gar nicht an dieser Stelle sein können, weil sie längst tot sind.

Meist kommt das Manuskript mit mehr roter als weißer Farbe zurück, aber es gibt gute Neuigkeiten. Jeder dieser Hinweise macht das Manuskript noch einmal besser.

Das Korrektorat

Was passiert nach dem Lektor? Ihr ahnt es, eine weitere Überarbeitungsrunde. Die Geschichte bekommt ihren Feinschliff, der nur noch durch das Korrektorat abgerundet wird.

Nehmen wir meine Rechtschreibung, sie ist fürchterlich. Das hat viele Gründe. Angefangen von Betriebsblindheit, über ich hab die grammatikalischen Regeln nie richtig gelernt. (Wobei ich gerade versuche, dies nachzuholen) Aber auch hier gibt es Helden, die helfen können. Das Korrektorat merzt die Fehler aus, die ich nicht sehe. Erst durch diesen Schritt habe ich einen Text, den ich mit gutem Gewissen meinen Lesern überlassen kann.

Der Buchsatz

Es folgt noch der Buchsatz, um das Lesen angenehmer zu gestalten, aber ab jetzt habt ihr schon ein ziemlich fertiges Buch.

Und der Rest?

Naja, vergisst man Klappentext und Cover, die genauso professionell sein sollten, wie der Text an sich.

Ihr seht, es gibt einiges zu erledigen, bevor ihr euer Erstling auf den Mark werfen könnt. In den nächsten Wochen versuche ich, das Navigieren durch den Dschungel der Veröffentlichung etwas zu vereinfachen.

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