Rund um den Plot

Die verschiedenen Arten zu Plotten

Heute möchte ich mit euch übers Plotten reden und welche verschiedenen Arten davon es gibt, und was alle Geschichten gemeinsam haben.

Ich möchte euch in einer Kurzübersicht 4 Möglichkeiten vorstellen und werde auf die ein oder andere dann in einem eigenen Artikel eingehen.

Panzen

Panzen ist im Grunde schreiben ohne Plot. Vielleicht hast du eine grobe Vorstellung davon, was du erzählen willst, vielleicht hast du aber auch nur einen Charkter und lässt ihn nach und nach seine Geschichte erzählen. Das Interessante am Panzen ist, dass du die Geschichte erst kennen lernst, während du sie schreibst. Man könnte sagen, du überrascht dich jede Seite aufs Neue selbst.
Ich beneide Panzer. Obwohl ich meine Geschichten oft so beginne, verzettel ich mich schnell, nehme falsche Abbiegungen und zum Schluss kommt ein großes Wirrwarr heraus. Was in meinen Augen übrigens der größte Minuspunkt ist.
Auf der anderen Seite hat man volle Entfaltungsmöglichkeit. Nachdem die Geschichte sich erst entfaltet kann man jederzeit die Richtung wechseln, neue Weichen stellen und der Kreativität freien lauf lassen.

Schreiben und Editieren.

Manche von uns schreiben ein Kapitel und Editieren es anschließend gleich. Das hat de Vorteil, dass man das Geschriebene noch einmal im Kopf hat. Man vergleicht es mit dem, was man erreichen möchte und stellt fest, ob es passt oder nicht. Wenn ich mit dem Panzen an meine Grenzen gekommen bin, nutze ich das Editieren, um mir ein Bild darüber zu machen, wo ich falsch abgebogen bin. Habe ich Glück, kann ich das Geschriebene anpassen, wenn nicht heißt es: Nochmal von Anfang an.
Meistens ist das der Moment, bei dem ich auf die nächste Plotebene springe.

Das Stromnetz

Ein bisschen was hab ich schon. Ich habe einen roten Faden, dem ich folgen will, aber ich möchte weiterhin flexibel bleiben. Der rote Faden ist wie das Stromnetz, dass die Hauptfigur mit dem Kraftwerk verbindet. Auf dem Weg von A nach B gibt es noch mehre Haushalte die Strom brauchen und für die kann ich Umwege finden, ich kann sie einfügen oder streichen wie ich sie brauche. Für mich heißt das, dass ich mir stichpunktartig Informationen an meinen roten Faden hefte. Sei es für die Reihenfolge, oder Eigenschaften von Protagonisten/Antagonisten. Der rote Faden hilft mir, mein Ziel nicht aus den Augen verlassen, die vielen kleinen Abzweigungen, die ich dabei nehmen kann beflügeln meine Kreativität und erwecken die Geschichte zum Leben. Für mich die enspannteste Art, an mein Manuskript zu gehen.

Volle Kontrolle

Du bist eher Typ volle Kontrolle? Es wird nichts geschrieben, bevor du nicht bis ins kleinste Detail weist, wann, was wo? Willkommen bei den Powerplottern. Im zweiten Teil von Wolfkisses habe ich die Mindmap of Doom erstellt, die hier schon sehr nah rankommt. Es hat mir jedoch unglaublich geholfen, mich in den Zeiten nicht zu verhaspeln.
Man kann alles planen, von den Figuren, über die Handlung, den Ort das Wetter. Der Vorteil hier ist ganz klar, sobald man dann mal losschreibt, kann man sich komplett auf das Schreiben konzentrieren. Der Nachteil? Man schreibt eine Geschichte, die man schon bis ins kleinste Detail kennt.

Was haben nun alle Geschichten gemeinsam?

Jede Geschichte hat einen roten Faden. Ein Ende, auf das sie zuläuft und Gegenwind.
Egal, ob ich euch an „Plotten nach Akt“ haltet oder zu den Panzern gehört. Bücher, die gerne gelesen werden, sind auf einem einfachen System aufgebaut. Ich hab gelacht, als ich das erste Mal davon gehört habe, weil ich meine Geschichten intuitiv erfinde. Ich denke nicht darüber nach, was passiert in Akt 1 oder das ich noch einen Gegner für Akt 2 brauche. Analysiere ich dann aber, was ich geschrieben habe, halte auch ich mich an diese Modelle. Genau darum wird es dazu auch noch einen ausführlichen Artikel geben.

Nach welcher Art plottest du?
Willst du mal wieder etwas Neues ausprobieren?

Wie immer, wenn der Artikel dir gefallen hat, gerne teilen und pinnen.

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